Über uns

Die Österreichische Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationsberatung (ÖGGO) ist ein Zusammenschluss professioneller TrainerInnen und BeraterInnen mit gesellschaftspolitischem Bewusstsein. Wir mischen uns ein! Wir geben Impulse und kultivieren Praktiken, durch die Menschen mehr Bewusstheit über Wechselwirkungen und Zusammenhänge in sozialen Gefügen erlangen können, an denen sie selbst Teil haben. Selbstermächtigung, freies, bezogenes und verantwortungsvolles Handeln sind heute besonders nötig.

Genau das vermehren unsere Mitglieder in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft um denkende, fühlende, reflexive Menschen zu fördern, die in den Lauf der Welt eingreifen und den Umgang mit der ungewissen Zukunft schöpferisch gestalten. Dafür zeitgemäße Räume zu schaffen ist eine weitere Facette unserer Mission. Sind Sie unsere Zukunft? Schauen sie vorbei!

Jährlich finden in rund 20 Gruppendynamik-Labs und Organisationstrainings in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie mit Kooperationspartnern in Indien etwa 60 fünf-sechstägige Trainingsgruppen statt. Umgerechnet ist das mehr als eine Trainingsgruppe pro Woche, in der Selbstermächtigung und Gestaltung der ungewissen Zukunft geschieht.

Die Mitglieder der ÖGGO arbeiten als TrainerInnen und BeraterInnen in unterschiedlichen Kooperationsformen, zum Teil international organisiert und vernetzt in inner- und überbetrieblichen Entwicklungs- und Transformationsprozessen zwischen Mensch, Gruppe, Organisation und Gesellschaft. In dieser Vielfalt kreieren sie fortlaufend methodische Herangehensweisen für bewusste Bewältigung von Herausforderungen in den genannten Feldern. Sei es Wirtschaft, Gesundheits- und Sozialbereich, Bildung, Kunst und Kultur, öffentlicher Dienst und Zivilgesellschaft – es gibt kaum eine Personengruppe, einen Organisationstyp oder ein Feld, mit dem die ÖGGO nicht schon in Berührung gekommen wäre. Die gesammelte Erfahrung wird in Fachblättern und Büchern publiziert und in feldbezogen-anwendungsorientierten Diskursen verdichtet und vertieft; vereinsintern, direkt im Feld und in Workshops & Symposien.

Zum Stand März 2017 zählt die ÖGGO rund 150 Mitglieder und einen treuen, wachsenden Kreis von InteressentInnen und Friends. Eine wichtige identitätsstiftende Säule der ÖGGO ist die Ausbildung, die in der Verbindung zu den Wurzeln und dem Neuen aufgespannt ist und sich darin dynamisch weiterentwickelt. Kostbare Tradition dieses unverwechselbaren Ausbildungsweges ist das Lernen in Echtzeit, vor Ort und im Tandemsprung: Lehrende begleiten Lernende in der Trainingssituation, im Beratungsprozess und in der Vor- und Nachbereitung. Beide springen: im Lernen miteinander und aneinander wird Tradition weitergegeben und Neues kreiert. Wir verkörpern Erfahrungslernen.

Die Gesellschaft wurde 1973 von Leo Bernardis, Peter Bruck, Ralph Grossmann, Jakob Huber, Fredl Janes, Ludwig Nagel, Otto Nigsch, Helmut Stockhammer, Richard Timel und Rudi Wimmer gegründet, die zu dieser Zeit bei der EIT (European Institute for Trans-National Studies in Group and Organisational Development) in Ausbildung standen. Teils ging es damals um eine Regionalisierung und Verbreitung praktischer Ausbildung, zum anderen verfolgten die Gründer die Ambition, Gruppendynamik in der Wissenschaft zu verankern. Gruppendynamik als Wissenschaft & Praxis sollte durch systematische Reflexion eben dieser Praxis etabliert werden. Mit dieser Intention wurde ein neues, prozess- bzw. aktionsorientiertes Verständnis von Wissenschaft geformt. In den Anfängen der ÖGGO wurde an der neu gegründeten Universität Klagenfurt eine studierbare Fachrichtung Gruppendynamik eingerichtet, die damals vom Institut für Philosophie aus organisiert wurde und an der für Gruppendynamik Habilitierte lehrten. Diese damals neue Praxis hat sich weiterentwickelt und verzweigt. Geblieben sind unsere Kernanliegen und die gesellschaftspolitische Ausrichtung: Wie gesagt, wir mischen uns ein!